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EntwicklungsPolitisches Netzwerk Hessen.

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Newsletter 01/2012

Veröffentlichungsdatum: 30.01.2012

Redaktion: Vincent da Silva, Andrea Jung, Nadja Losse

Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter:
24. Februar 2012

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Newsletter 01/2012

Inhalt:


EPN Hessen in Bewegung

Kurzbericht zum EPN Hessen-Netzwerktreffen

Mitgliederversammlung 2012

Aus dem Netzwerk

Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

agl-Workshop zu interkultureller Konfliktkommunikation in Fulda

Übersicht zu Fördermitteln aktualisiert

Kooperationen gesucht


Glokales

Treffpunkt Berlin: Satter Protest gegen bundesdeutsche Agrarpolitik

Neue Servicestelle Engagement Global: Auftakt mit Misstönen

Warmlaufen in Porto Alegre: Aktivist/innen nehmen kritisch Kurs auf Rio+20

ILO: Jede/r dritte Erwerbsfähige/r ist erwerbslos oder arm


Weiterlesen, mitmachen, hingehen

Materialien

Kampagnen, Wettbewerbe & Termine

Terminkalender

Kurzbericht zum EPN Hessen-Netzwerktreffen

Am vergangenen Samstag, dem 28.01.2012, kamen kleine und große Mitgliedsgruppen des EPN Hessen sowie Mitarbeiter/innen aus Vorstand und Geschäftsstelle zusammen, um gemeinsam die Weiterentwicklung des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen als Vertretung der entwicklungspolitisch organisierten Zivilgesellschaft in Hessen voranzutreiben.

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Das Netzwerk ist in den sieben Jahren seiner Existenz um fast das Dreifache gewachsen und repräsentiert inzwischen ein inhaltlich wie organisationspolitisch breit aufgestelltes Spektrum mit all der dazu gehörenden Expertise.
Mit Unterstützung des IPOS-Instituts in Person von Kersti Weiss war der Tag randvoll angefüllt mit Reflexionen des Ist-Zustandes, dem Austausch und der Formulierung von Wünschen, Zielen und Erwartungen sowie vielen guten Ideen, um das gemeinsame Netzwerk - im Sinne der gegenseitigen Stärkung und Qualifizierung nach innen und der Positionsbestimmung nach außen - beständig weiter zu entwickeln. Jetzt gilt es, die gesammelten Ideen umzusetzen und damit die hessische entwicklungspolitische Zivilgesellschaft weiter zu stärken!

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch an die Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat des Bistums Limburg, ohne deren Anteilsfinanzierung diese professionelle Unterstützung für die entwicklungspolitische Szene in Hessen nicht hätte realisiert werden können.

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Mitgliederversammlung 2012

Teilnehmen und Mitgestalten: Die diesjährige Mitgliederversammlung des EPN Hessen e.V. findet am 24. März in Frankfurt/M. statt. Dieses Mal heißt uns das Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau willkommen, wofür sich der Vorstand herzlich bedankt. Die Einladung wird in Kürze verschickt, bitte tragen Sie sich bzw. Ihr Euch aber den Termin bereits jetzt dick im Kalender ein!

In diesem Jahr wird u.a. ein neuer Vorstand gewählt - wir freuen uns über Vorschläge und Interessensbekundungen aus den Mitgliedsreihen!

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Aus dem Netzwerk

Förderverein lokale Agenda 21 Gießen vergibt Agenda 21-Preis 2011

Ein kleiner Nachtrag aus dem letzten Jahr: Bereits im vierten Jahr in Folge hat Ende Dezember 2011 EPN-Mitgliedsorganisation Förderverein lokale Agenda 21 für Stadt Gießen und Landkreis Gießen e.V. in Kooperation mit dem Weltladen Gießen und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen den "Agenda 21-Preis" verliehen. Der Preis wurde im Rahmen des Schulwettbewerbs "Nachhaltige Projekte im Sinne der Agenda 21" vergeben. Zum Wettbewerb konnten Projekte rundum die Themen Ökologie, Ökonomie, Soziales, Gemeinwohl, Globales Lernen, fairer Handel, erneuerbare Energien und Gesundheit gemeldet werden. Am Wettbewerb nahmen drei Schulen mit vier Projekten und 134 Schüler/innen teil. An der Lindenschule in Großen-Linden wurde das Projekt "Recycle-Werken" von Schüler/innen der Mittelstufenklasse prämiert. An der Wiesengrundschule Leihgestern wurden gleich zwei Projekte ausgezeichnet. Hier hatten Schüler/innen der dritten Klassen mit ihren Lehrerinnen die Projekte "Wasser ist lebenswichtig" und "Der Wald als Lebensgemeinschaft" umgesetzt.
Das EPN-Hessen gratuliert allen Schüler/innen, die am Wettberwerb teilgenommen haben und dankt ihnen fürs Mitmachen.


Wer hat noch nicht, wer will nochmal - Eurozentrismus-Workshop bei ELAN

Im September 2011 bestand im Rahmen der EPN Hessen-Workshopreihe "Entwicklung partizipativ gestalten" die Gelegenheit, am Weiterbildungsworkshop "Partnerschaft auf Augenhöhe? Postkoloniale und eurozentrische Tendenzen in der Entwicklungszusammenarbeit" der Mitgliedsorganisation !ebasa teilzunehmen. Am 10. Februar 2012 bietet das !ebasa-Team den Workshop in Kooperation mit unserem rheinland-pfälzischen Landesnetzwerknachbarn ELAN in Mainz nochmals an. Der Workshop richtet sich an entwicklungspolitisch Interessierte und Aktive. Gerade sie haben nicht selten einen reichen Erfahrungsschatz an Erlebnissen und Wissen über jene Länder des globalen Südens, zu denen sie über ihre entwicklungspolitische Arbeit mehr oder weniger intensive Kontakte pflegen. Im Gegensatz zu diesen erscheint uns unsere westliche Gesellschaft vielleicht weiter entwickelt und moderner, und wir möchten mit unseren Projekten, unserem Wissen, unserer Technik und unseren Investitionen in den "Entwicklungsländern" helfen. Doch welche problematischen Bilder und Stereotype über "die Entwicklungsländer" oder "Afrika" haben wir selbst verinnerlicht? Woher kommen sie und was bewirken sie? Inwiefern sind wir selbst eurozentrisch geprägt? Und welche ungewollten, negativen Effekte kann das auf unsere Arbeit haben? Im Workshop wird diesen Fragen anhand einer kurzen Präsentation und vieler praktischer Übungen nachgegangen. Das eigene Denken wird erforscht, gemeinsam aber auch Materialien von Hilfsorganisationen betrachtet und ein kritischer Umgang mit Stereotypen und Eurozentrismen für die eigene Arbeit entwickelt. Wer den Termin letzten September verpasst haben sollt oder dabei war und an dem Thema weiterarbeiten möchte, wird von !ebesa freundlich willkommen geheißen!

Anmeldung & Infos: !ebasa e.V.
Tel: 06136-9944287
E-Mail: info[at]ebasa.org

Weitere Infos:
>> genaue Workshopangaben im ELAN-Terminkalender Februar 2012

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Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

Di., 20.03.2012, Frankfurt am Main
Globales Wirtschaften fair-messen!
Zweiter Runder Tisch zur globalen Verantwortung hessischer Unternehmen. Mitveranstaltet vom EPN Hessen

Am Dienstag, 20. März 2012 wird in Frankfurt der zweite Runde Tisch zur globalen Verantwortung hessischer Unternehmen stattfinden. Unter dem Motto: "Globales Wirtschaften fair-messen!" diskutieren Vertreter/innen aus dem hessischen Wirtschaftsministerium, Expert/innen aus entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen und hessische Unternehmer/innen über Möglichkeiten, Herausforderungen und die notwendigen Ermöglichungsbedingungen für die Messung sozial und ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens entlang von Wertschöpfungs- und Zulieferketten.
Wir laden gerne persönlich ein.
Interessent/innen melden sich bitte in der Geschäftsstelle des EPN Hessen (oder unter: hausamdom[at]bistum-limburg.de bei Frau Barbara Schindler-Bäcker.

Weitere Infos:
>> 2. Hessischer Runder Tisch: Globales Wirtschaften fair-messen

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agl-Workshop zu interkultureller Konfliktkommunikation in Fulda

Vom 27.-28. Februar veranstaltet das vom EPN Hessen koordinierte Fachforum Diaspora, Migration und Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland (agl) in Fulda den Workshop "Konflikte als Chance - ‚Interkulturelle' Kommunikation in der entwicklungspolitischen (Inlands-)Arbeit".
Der Workshop führt migrantische und nicht-migrantische Eine Welt-Akteure in Deutschland (Mitarbeiter/innen und Vorstände der Eine Welt Landesnetzwerke, deren Mitgliedsgruppen und weitere Interessierte) an einen Prozess heran, der eine machtsensible "interkulturelle" Konfliktkultur/ Konfliktkommunikation in ihren Arbeitsgruppen und -strukturen etabliert.
Das Thema interkulturelle Öffnung bzw. Partizipation von migrantischen Akteuren an der entwicklungspolitischen Arbeit ist ein Schwerpunkt des EPN Hessen und wird von uns als solcher besonders ernst genommen. Deshalb wird die Geschäftsstelle auch mit Freude an diesem Workshop teilnehmen.
Wir möchten Mitglieder und andere Interessierte ebenfalls anregen, an diesem Workshop teilzunehmen und die interkulturelle Öffnung der eigenen Strukturen weiter voranzubringen. Die Fahrtkosten werden bei Bedarf übernommen, der Teilnahmebeitrag beträgt 30,00 Euro pro Person (inkl. Übernachtung und Verpflegung). Anmeldungen bitte bis 10. Februar an nadja.losse[at]agl-einewelt.de

Weitere Infos:
>> Workshopbeschreibung auf der agl-Webseite
>> Workshopbeschreibung auf der EPN Hessen-Webseite

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Übersicht zu Fördermitteln aktualisiert

Ab sofort steht auf unserer Homepage ein frisch aktualisierte Version der "Übersicht zu Fördermitteln " als PDF zum Herunterladen bereit (Stand Januar 2012). Auf 11 Seiten finden sich diverse Finanzierungsmöglichkeiten für entwicklungspolitische Inlandsarbeit oder Projektarbeit im globalen Süden. Am besten einfach mal reinschauen, es gibt immer wieder Fördermöglichkeiten, die man doch noch nicht gekannt hat! Für spezifische Nachfragen bei der Finanzierung und Abwicklung von Projekten steht Ihnen/ Euch unsere Mitarbeiterin Lily Towa gerne beratend zur Seite.

Weitere Infos:
>> Übersicht zu Fördermitteln (PDF)

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Kooperationen gesucht

Seit einigen Jahren hat EPN Hessen e.V. die Möglichkeit, in einzelnen entwicklungspolitischen Veranstaltungen seiner Mitglieder als Kooperationspartner aufzutreten und einen finanziellen Beitrag zu leisten. Wir berichten im Newsletter regelmäßig von den Kooperationen, wie globalisierungskritischen Stadtrundgängen, Diskussionsabenden, Filmfestivals oder Schulwettbewerben.
Auch im laufenden Zyklus bis 31. März 2012 gibt es noch Möglichkeiten für solche Kooperationen. Lassen Sie sich diese nicht entgehen! Wenn EPN Hessen-Mitglieder mit mindestens einem weiteren Mitglied bis Ende März entwicklungsbezogene Veranstaltungen oder Aktionen planen, melden Sie sich/ meldet Euch bitte telefonisch oder per E-Mail bei uns. Natürlich nehmen wir auch gern schon Kooperationsvorschläge für den Zeitraum ab 1. April entgegen.

Ansprechpartnerin: Nadja Losse, info[at]epn-hessen.de, Tel.: 069-91395170

Weitere Infos:
>> Merkblatt Kooperationsveranstaltungen (PDF)

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Treffpunkt Berlin: Satter Protest gegen bundesdeutsche Agrarpolitik

"Auf nach Berlin!" Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Friedrich-Wilhelm Graefe von Baringdorf hat zusammen mit mehr als 90 nichtstaatlichen Organisationen dazu aufgerufen, am 21. Januar vor das Kanzleramt zu ziehen, um einen Systemwechsel in der Agrarpolitik in Richtung einer bäuerlichen und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft einzufordern. Rund 23.000 Menschen sind dem Aufruf tatsächlich gefolgt und haben unter dem Motto "Wir haben es satt! - Bauernhöfe statt Agrarindustrie" ihrem Unmut gegenüber den Auswirkungen und Risiken agrarindustrieller Produktion lautstark Ausdruck verliehen: negative Klimabeeinflussung, die weitgehende Verhinderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Ernährungssouveränität. Aber auch die Erzeugung von Import-Abhängigkeiten und damit verbunden das Risiko von Hungerkrisen bei steigenden Nahrungsmittelpreisen auf dem Weltmarkt, die zum Teil miserablen Arbeitsbedingungen von Großplantagenarbeiter/innen, Massentierhaltung und Verlust der Artenvielfalt durch Monokulturen - die Liste ließe sich unschwer fortsetzen.

Die EU-Agrarpolitik ist derzeit zwar im Begriff, sich mit wichtigen Reformschritten ernsthaft auseinanderzusetzen (vgl. auch den Bericht zur entwicklungspolitischen Bedeutung der bevorstehenden Reform der EU-Agrarpolitik im Newsletter 08/2011). Aber wie so oft mahlen die politischen Mühlen eher langsam und zudem, so zumindest lautet die vielfache Kritik aus den Reihen der Demo-Organisatoren, sei die Bundesregierung derzeit eher "Steigbügelhalter der Agrarindustrie" statt dass sie sich bemüht zeige, die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesagrarministerin Ilse Aigner wird eine mindestens partielle Blockadehaltung vorgeworfen. Deshalb, so Baringdorf, bedürfe es "den Druck von der Straße".

Nur wenige Tage nach der Kundgebung hat Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel auf der Internationalen Grünen Woche sein Zehn-Punkte-Programm zur ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung vorgestellt. Der Bundesminister selbst sieht das Programm als eine "klare Agenda gegen den weltweiten Hunger" und spricht von einer Aufstockung der Mittel für diesen Bereich von 700 Millionnen Euro pro Jahr, was elf Prozent des BMZ-Haushalts entspräche. Kritische Stimmen jedoch, wie etwa der Sprecher für Welternährung der Grünen im Deutschen Bundestag, Thilo Hoppe, wollen nur eine wesentlich geringere Summe als Aufstockung mit tatsächlich neuen Geldern gelten lassen. Hoppe kritisiert weiter, dass an keiner Stelle ein geeignetes Landwirtschatsmodell, wie etwa eine auf kleinbäuerliche Strukturen orientierte Landwirtschaft, erwähnt sei. Brot für die Welt findet nebst Kritik aber auch lobende Worte für das Programm und begrüßt etwa das angekündigte Engagement gegen Landgrabbing. Auch die Welthungerhilfe bezeichnet das Programm als Schritt in die richtige Richtung, würden doch wichtige Themen wie die Eindämmung von Landdegradierung oder die Verbesserung des Nachernteschutzes thematisiert.

Deutlich wird hier vielleicht eines: Das Thema Landwirtschaft und Ernährung scheint derzeit ein ebenso brisantes wie auch konfliktträchtiges Thema zu sein, dem auch aus entwicklungspolitischer Perspektive große Bedeutung zukommt. Land-, Ernährungs- und Agrarpolitiken sind daher nicht nur Thema einer sechsteiligen Diskussionsreihe des EPN Hessen im Frühjahr/ Sommer dieses Jahres: Auch gleich zwei große Ausstellungen, mit denen auch eine breite Öffentlichkeit erreicht werden soll, stehen 2012 auf dem Programm. Nähere Informationen folgen!

Weitere Infos:
>> Demo-Webseite "Wir haben es satt!"
>> Zehn-Punkte-Pro­gramm von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel

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Neue Servicestelle Engagement Global: Auftakt mit Misstönen

Am 18. Januar haben Entwicklungsminister Dirk Niebel und sein Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz die neue zentrale Servicestelle für das zivilgesellschaftliche und kommunale Engagement in der Entwicklungspolitik offiziell eröffnet. Die neue Anlaufstelle trägt den Namen "Engagement Global - Service für Entwicklungsinitiativen" und bündelt viele der bisherigen Einrichtungen, Initiativen und Förderprogramme unter einem vereinenden organisatorischen Dach. Überdies soll sie entwicklungspolitisch engagierten BürgerInnen und Organisationen den Zugang zu den zahlreichen entwicklungspolitischen Dienstleistungsangeboten des BMZ erleichtern (siehe auch unser Bericht im EPNH-Newsletter 10/2011).
Der feierlich eingeläutete Auftakt zur Eröffnung der Servicestelle wurde gleichwohl von einigen dissonanten Tönen begleitet.

Bereits seit geraumer Zeit formuliert der Verband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen (VENRO), dass aller gegenteiliger Rhetorik und Versprechen des BMZ zum Trotz mit der Servicestelle zur Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements in der Praxis eine weitere Verstaatlichung der Entwicklungszusammenarbeit zu beobachten sei: "Grundsätzlich begrüßt VENRO die Bündelung verschiedener Beratungsleistungen in einer Hand, wie es bei Engagement Global vorgesehen ist. VENRO bezweifelt jedoch, dass eine ‚Mitmachzentrale' in rein staatlicher Trägerschaft der richtige Weg ist, um globales Engagement zu fördern." Für die entwicklungspolitisch aktive Zivilgesellschaft geht es auf jeden Fall nicht nur um Mitmachen sondern auch um Mitgestalten und Mitentscheiden. In dieser Perspektive wird sich auch das Verhältnis der Eine Welt Landesnetzwerke zur Funktion der Servicestelle bestimmen - im Sinne einer fortgesetzten Förderung der unabhängigen entwicklungspolitischen Informations-, Beratungs- und Qualifikationsarbeit und der damit einhergehenden aufgeklärt - kritischen Begleitung der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit.
Aus Perspektive von VENRO ist dieses Verhältnis angesichts der jüngsten Entwicklungen eher als gespannt zu betrachten. Nicht nur in den Verhandlungen um die Trägerstruktur der Servicestelle blieb die Zivilgesellschaft letztendlich ohne Vertretung, auch die vorherige Zusage des BMZ, den Verband bezüglich der Besetzung der Leitungsstelle zu konsultieren, wurde nicht eingehalten, was für VENRO einem "tiefen Vertrauensbruch" gleichkommt.
Harsche Kritik an der Personalpolitik im Hause Niebel wurde im Zusammenhang mit der Servicestelle von unterschiedlichen Stellen geäußert: Die Berufung der FDP-Politikerin Gabriela Büssemaker zur Geschäftsführerin von Engagement Global hat Entwicklungsminister Dirk Niebel den Vorwurf eingebracht, Vetternwirtschaft zu betreiben. Am schärfsten hatte ihn der hessische SPD-Bundestagsabgeordnete Sascha Raabe angegriffen. Dieser hat sogar Anzeige gegen den Minister und gegen Unbekannt erstattet. Raabe äußerte den dringenden Verdacht, dass die offiziell erst im Januar vergebene Stelle bereits im Oktober letzten Jahres an die jetzige Geschäftsführerin versprochen worden sei. Um aber den Anschein eines offenen Auswahlverfahrens zu erwecken, sei - auf Kosten der Steuerzahler/innen - ein kostspieliges Bewerbungsverfahren vorgetäuscht worden.

Bei aller absolut berechtigten Kritik an Führungsstil und den mit der Neugründung verbundenen Repräsentationsanspruch der Servicestelle sei angemerkt, dass mit vielen Mitarbeiter/innen von Engagement Global - unter altem Namen und mit anderer institutioneller Zuordnung - bisher konstruktiv zusammengearbeitet wurde. Im Sinne des Eine Welt Engagements möge dies auch so bleiben.


Weitere Infos:
>> Webseite der Servicestelle Engagement Global
>> EPO-Meldung zur Eröffnung (s.a. den kritischen Leserkommentar )
>> Pressemitteilung von VENRO (PDF)

Warmlaufen in Porto Alegre: Aktivist/innen nehmen kritisch Kurs auf Rio+20

Beim Sozialforum in Porto Alegre hat sich die dort versammelte Zivilgesellschaft deutlich gegen die bisherige Schwerpunktsetzung in der Vorbereitung des UN-Umweltgipfels in Rio de Janeiro "Rio+20" ausgesprochen.
Bisher dominieren Begriffe wie "Green Economy" und "Global Environmental Governance" die politischen Diskussionen: Die Green Economy soll neues Wirtschaftswachstum garantieren, die Global Environmental Governance den verlässlichen Rahmen dafür schaffen.
In Porto Alegre jedoch wurde deutliche Kritik daran formuliert, dass - allen empirischen Daten zum Trotz - immer noch davon ausgegangen werde, dass sich Wachstum automatisch in Entwicklung übersetze. Gleichzeitig würden wichtige Dimensionen der Nachhaltigkeit wie Menschenrechte, kleinbäuerliche Landwirtschaft und Gerechtigkeit gänzlich in den Hintergrund gedrängt. Gerade im Gastgeberland Brasilien treten die Widersprüche und sozialen und ökologischen Verwerfungen einer primär auf Wachstum orientierten Green Economy aktuell besonders deutlich zu Tage. Da nimmt es nicht wunder, dass die versammelten Organisationen eine "neue Rio-Erklärung" und neue Lösungsansätze anstreben. Die nächsten Monate werden spannend und bieten viel Stoff für Diskussionen und Positionsfindungen - auch in Hessen. Wir bleiben dran!

Kleine Werbung in eigener Sache: Anlässlich des Internationalen Tages der Landlosen wird am 17.4.2012 im DGB Haus in Frankfurt/M. eine EPN Hessen-Veranstaltung zu Arbeitsbedingungen auf dem Land/ im Agrarsektor stattfinden, in der auch ein genauerer Blick auf die aktuellen "brasilianischen Verhältnisse" geworfen werden wird. Näheres dazu in Kürze auf unserer Webseite.

Weitere Infos:
>> Webseite des Sozialforums "fórum social temático" (portugiesisch)
>> EPO-Bericht zum Sozialforum in Porto Alegre
>> Rioplus20 Blog des Evangelischen Entwicklungsdienstes
>> Broschüre "Kleine Geschichte des Rio-Prozesses" (PDF)

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ILO: Jede/r dritte Erwerbsfähige/r ist erwerbslos oder arm

Die weltweiten Arbeitsverhältnisse sind weiterhin hoch prekär: Im jüngst von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichten Trendbericht zur globalen Beschäftigungslage im laufenden Jahr, den "Global Employment Trends 2012", wird vorgerechnet, dass weltweit gesehen jede/r dritte Erwerbsfähige/r erwerbslos ist oder in Armut lebt. In absoluten Zahlen ist dies die schier unvorstellbare Summe von 1,1 Milliarden Menschen: Rund 900 Millionen Menschen bleiben trotz Arbeit unter der Armutsschwelle von zwei Dollar pro Tag und über 197 Millionen Menschen sind laut ILO erwerbslos.

Trotz des vergleichsweise hohen globalen Wirtschaftswachstums von 5,1 Prozent im Jahr 2010 und vier Prozent 2011, stagniert die Arbeitslosenquote bei sechs Prozent. Gegenüber 2007, dem Jahr vor Ausbruch der Krise, bedeutet dies einen Anstieg um 27 Millionen Personen ohne Erwerb.

ILO-Generaldirektor Jaun Somavia forderte daher im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos, dass die Schaffung von Arbeit in der Wirtschaftspolitik auf der Prioriätenliste ganz nach oben gesetzt wird. Dies sei die die dringende Herausforderung vor der die Welt stehe. Um die vorhandene Arbeitslosigkeit abzubauen und die Neuzugänge zum Arbeitsmarkt aufzunehmen, müssen Berechnungen der ILO zufolge in den kommenden zehn Jahren 600 Millionen produktive Arbeitsplätze entstehen und menschenwürdige Arbeitsplätze für die 900 Millionen Arbeitnehmer/innen unterhalb der Armutsschwelle geschaffen werden.

Verstärkte Anstrengungen zur Schaffung von mehr Beschäftigung seien auch deshalb so wichtig, weil sich die Aussichten für das laufende Jahr wieder verdüstert hätten. Es sei nicht auszuschließen, dass das globale Wirtschaftswachstum auf unter zwei Prozent falle, was die Zahl der Arbeitslosen voraussichtlich um sieben Millionen auf dann 204 Millionen anstiegen ließe.

Erstmals legt der Bericht dar, dass eine konsequente Finanzmarktregulierung einen wichtigen Beitrag nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilisierung, sondern auch direkt zum Beschäftigungswachstum leisten kann. Zum einen würde dadurch die Unternehmensfinanzierung stabiler. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen, in denen erfahrungsgemäß die meisten Arbeitsplätze entstehen, hätten wieder einen besseren Zugang zu Krediten. Zum anderen könnte eine globale Regulierung zu einer gleichmäßigeren Einkommensverteilung beitragen, was sich positiv auf die Nachfrage auswirken würde.

EPN Hessen hat letztes Jahr unter dem Titel "Gute Arbeit weltweit?" eine Ringvorlesung veranstaltet, in der sich Wissenschaftler/innen, Mitarbeiter/innen von entwicklungspolitischen NRO und Gewerkschaftler/innen in sieben Podiumsdiskussionen mit Analysen, Perspektiven und Strategien zu globalen Arbeitsrechten und Sozialstandards befassten. Die verdichteten Ergebnisse dieser Veranstaltungsreihe werden im ersten Halbjahr 2012 in Form einer Herausgeber-Broschüre veröffentlicht.

Weitere Infos:
>> Zum Trendreport auf der ILO-Webseite (engl.)
>> ILO-Trendreport (PDF, engl.)
>> ILO-Film auf You Tube zu den globalen Arbeitnehmertrends

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Materialien

EvB / ForumU&E: Studie zur Konzernmacht in der Lebensmittelproduktion

Die Weltbevölkerung und ihr Nahrungsmittelkonsum wachsen - wächst damit auch die Anzahl der im Nahrungsmittelbereich tätigen Firmen? Das ist die Kernfrage, die in der neu erschienenen Publikation "Agropoly. Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion" aufgeworfen wird. Die 18-seitige Broschüre ist gemeinsam von der Erklärung von Bern (EvB) und dem Forum Umwelt und Entwicklung herausgegeben worden. Die (Kurz-)Antwort auf die eingangs gestellte Frage zeichnet sich bereits im Titel der Broschüre ab und lautet: Das Gegenteil ist der Fall! Konzerne kaufen kleinere Firmen und steigern so Marktanteile und Macht. Firmen können damit die Preise, Geschäftsbedingungen und zunehmend auch die politischen Rahmenbedingungen diktieren. Vieles, was wir im Norden verbrauchen, wird billig im globalen Süden produziert. Die Gewinne erzielen wenige überwiegend im Norden beheimatete Unternehmen. Die großen Verlierer sind die Plantagenarbeiter und Kleinbauern im Süden als schwächste Glieder der "Wertschöpfungskette". In keiner anderen Bevölkerungsgruppe ist Hunger so verbreitet. Die Ökosysteme werden mehr und mehr zerstört. Die Broschüre kann kostenfrei heruntergeladen oder auch als gedruckte Version bestellt werden.

Weitere Infos:
>> Broschüre "Agropoly" (PDF)
>> Bestellmöglichkeit der gedruckten Version


CCC / CIR: Discounter-Riesen auf dem Prüfstand

Die von der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) in Auftrag gegebene Recherche "Im Visier: Discounter. Eine Studie über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Aldi, Lidl und KiK in Bangladesch" untersuchte die Arbeitsbedingungen in elf Zulieferbetrieben von Aldi, Lidl und KiK im Billiglohnland. Ziel der Studie, die dann gemeinsam mit der Christlichen Initiative Romero (CIR) herausgegeben wurde, war es herauszufinden, ob die bisherigen CSR-Maßnahmen der Discount-Riesen wirklich zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken geführt haben. Die Studie kam dabei zu einem ernüchternden Ergebnis: Menschenunwürdige Arbeitsrechtsverletzungen gehören auch weiterhin zum Arbeitsalltag der Näher/innen. Detailliert wird über die erschreckenden Ergebnisse der Untersuchung der Zulieferfabriken in Bangladesch informiert, die für Aldi, Lidl und KiK Textilien produzieren. Ebenso reichhaltige Informationen werden zu den drei Discount-Riesen und ihren Einkaufspraktiken geliefert. Zusätzlich behandelt die Studie kritisch das Thema Soziale Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR). Kostenpunkt: 5 Euro.

Weitere Infos:
>> Bestellseite der Broschüre


Oxfam: Studie zu massiven Arbeitsrechtsverletzungen im Bananen-Anbau

Für die Oxfam-Studie "Bittere Bananen. Ausbeuterische Arbeitsbedingungen in Ecuador in der Lieferkette deutscher Supermarktketten" wurden 117 Arbeiter/innen in Ecuador befragt, die auf Plantagen und in der Verpackung der drei Bananen-Produzenten Noboa, Dole und Reybanpac sowie für deren Zulieferer arbeiten. Die Studie belegt untragbare Arbeitsbedingungen wie Hungerlöhne und Pestizidbelastung. Zugleich wird dargestellt, dass deutsche Supermarktketten durch ihre Preisdrückerei für diese Verletzungen der Arbeitsrechte mitverantwortlich sind. Die Studie basiert auf der von Oxfam Deutschland in Auftrag gegebenen Untersuchung durch die unabhängige ecuadorianische Forschungseinrichtung zu Agrarfragen SIPAE (Sistema de Investigación de la Problemática Agraria de Ecuador). Die Untersuchung kann als Broschüre im PDF-Format heruntergeladen werden.

Weitere Infos:
>> Studie "Bittere Bananen" (PDF)
>> Über die Studie auf der Webseite von Oxfam


foodwatch: Report kritisiert "Golden Rice"-Projekt der Gentechnik-Industrie

Ein neuer 32-seitiger Report von foodwatch dokumentiert: Der wegen seiner gelblichen Färbung durch Carotinoide auch "Golden Rice" genannte Reis und damit die grüne Gentechnik können keinen Beitrag im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung leisten. Das Versprechen, den weit verbreiteten Vitamin-A-Mangel zu mindern, kann nicht gehalten werden. Die wissenschaftlichen Nachweise für die Wirkung sind dünn oder nicht bekannt, die Risiken nicht ausreichend untersucht, und zudem gibt es mittlerweile billige und effektivere Alternativen. Aber allen Bedenken und kritischen Stimmen zum Trotz: Die Gentechnik-Industrie will ihr Vorzeigeprodukt, den sogenannten "Golden Rice", nach mehr als zehn Jahren der Produktentwicklung 2013 auf den Markt bringen. Der Mangel an Vitamin A ist ein ernsthaftes gesundheitliches Problem in ärmeren Ländern. Aufgrund der Relevanz des Problems schien das "Golden Rice"-Projekt zu Beginn auch ein geradezu ideales Vorzeigeprojekt der Gentechnikindustrie zu sein. Der vorliegende Report von Testbiotech, der im Auftrag von foodwatch erstellt worden ist, zeigt jedoch, dass die Betreiber des "Golden Rice"-Projektes die notwendige wissenschaftliche Sorgfalt vermissen lassen. Und mittlerweile gibt es laut foodwatch zielgenauere und kostengünstige Alternativen zur Bekämpfung des Vitamin-A-Mangels, die zum Beispiel durch die WHO und das internationale Kinderhilfswerk UNICEF eingesetzt werden.

Weitere Infos:
>> Report "Golden Rice"
>> Hintergrundinfos auf der Webseite von foodwatch


Welthaus Bielefeld: Datenblatt Entwicklungspolitik

Das "Datenblatt Entwicklungspolitik" des Welthaus Bielefeld wird regelmäßig aktualisiert - das jüngste Update erfolgte im Dezember 2011. Mit dem 6-seitigen Datenblatt wird beabsichtigt, neueste statistische Daten über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar zu machen: Es soll Lehrer/innen, Erwachsenenbildner/innen, Journalist/innen etc. dabei helfen, Veröffentlichungen, Vorträge und Veranstaltungen auf eine zeitnahe empirische Basis zu stellen oder Angaben aus Schulbüchern zu aktualisieren. Statistik und Daten ersetzen keine Theoriebildung, keine Positionsbestimmung, keine Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement. Sie können aber helfen, unser Wissen und unsere strategischen Überlegungen auf eine empirische Basis zu stellen. Das "Datenblatt Entwicklungspolitik" wird regelmäßig aktualisiert.

Weitere Infos:
>> Update Datenblatt Entwicklungspolitik (PDF)


Philipp / Kiesel: Doku zu latentem Rassismus auf Spendenplakaten

Ende letzten Jahres ist es nach langer Feinarbeit fertig geworden: Das 48-minütige Filmprojekt "white charity" von Carolin Philipp und Timo Kiesel, mit Animationen von Jana Döll. Worum geht es in diesem Dokumentarfilm? Werbeplakate von entwicklungspolitischen Organisationen prägen das Bild auf Straßen, Plätzen, in Bahnhöfen und U-Bahnen in Deutschland. Sie haben einen großen Einfluss darauf, wie in Deutschland schwarze und weiße Identitäten konstruiert werden. Der Dokumentarfilm analysiert die Spendenplakate aus einer rassismuskritischen, postkolonialen Perspektive. "white charity" stellt unterschiedliche Perspektiven vor: Vertreter/innen von Hilfsorganisationen diskutieren mit Wissenschaftler/innen über Entwicklungszusammenarbeit, koloniale Fantasien, Rassismus und Machtstrukturen. "white charity" ist eine exemplarische Auseinandersetzung mit Rassismus in Bildern, die weit über den entwicklungspolitischen Horizont von Bedeutung ist. Der Film lässt sich auf der gleichnamigen Webseite in voller Länge abspielen und ist außerdem als DVD erhältlich. Der (Minimal-)Kostenbeitrag beläuft sich auf 10-50 Euro plus Versandkosten. Wer zudem Ideen hat, wo der Film aufgeführt werden könnte bzw. wer Lust hat, selbst eine Veranstaltung zu organisieren oder eine Kooperation zu realisieren, wende sich gerne direkt an das Macher/innenteam: info[at]whitecharity.de

Weitere Infos:
>> Webseite zum Film mit Hintergrundinfos
>> Der Film auf You Tube
>> Film bestellen - und damit ein tolles Projekt unterstützen!

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Kampagnen, Wettbewerbe & Termine

Supermarktinitiative & CorA-Netzwerk: Transparenzkampagne jetzt!

In einer gemeinsamen Initiative fordern die Supermarktinitiative und das CorA-Netzwerk von der Bundesregierung die Einführung einer gesetzlichen Offenlegungspflicht für Unternehmen. Was für finanzwirtschaftliche Daten schon gilt, sollte nach Ansicht der Initiatoren unbedingt auch bezogen auf die sozial-ökologischen Produktionsbedingungen gelten. Konkret geht es dabei einerseits u.a. um Fragen der Arbeitsbedingungen wie Lohnhöhe, Arbeitszeiten, Kinderarbeit, gesundheitliche Risiken am Arbeitsplatz, gewerkschaftliche Organisationsfreiheit und andererseits um Auswirkungen auf die Umwelt. Die diesbezüglichen Bestimmungen im Handelsgesetzbuch beziehen sich nur auf Unternehmen ab einer bestimmten Größe, sind sehr allgemein und damit interpretationsfähig formuliert und lassen die Zulieferkette weitestgehend außen vor. Während immer mehr Unternehmen freiwillig Angaben über ihre gesellschaftliche Verantwortung machen, fehlt es an präzisen und verbindlichen Vorgaben, für die sich die Kampagne ebenso einsetzte, wie für die Offenlegung der länderbezogenen Steuerzahlungen der Unternehmen.
Als Mitglied des CorA-Netzwerkes für Unternehmensverantwortung unterstützt EPN Hessen die Kampagne ausdrücklich.

Weitere Infos:
>> Ausführliches Positionspapier (PDF)
>> Petition und Hintergrundsinfos


Make Fruit Fair!: Petition für menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern betreibt die EPN Hessen-Mitgliedsorganisation BANA-Fair e.V. aus Gelnhausen eine Kampagne gegen den Missbrauch von Nachfragemacht durch die mächtigsten Akteure entlang der Lieferkette für tropische Früchte: die Supermärkte. Make Fruit fair! richtet sich gegen unfaire Produktions- und Handelsbeziehungen von den zumeist riesigen monokulturellen Plantagen, auf denen Ananas, Bananen und Co. von großen Fruchtkonzernen wie Chiquita oder Dole angebaut werden, bis zum Regal im Lebensmittelmarkt - und klagt die Verantwortlichkeit der Unternehmen in Produktion wie Handel ein. Aber auch den Endverbraucher/innen werden im Rahmen der Kampagne vielfältige Handlungsspielräume aufgezeigt: als politisch denkende Zivilgesellschaft können sie u.a. die Petition oder auch mehrere Eilaktionen zum Schutz politischer Aktivist/innen vor Ort unterzeichnen, als kritische KonsumentInnen zertifizierte Waren auswählen (am besten gleich im lokalen EineWelt-Laden) und als entwicklungs- und bildungspolitisch engagierte Multiplikator/innen setzen sie im Sinne des Globalen Lernens die vielfältigen bereitgestellten Begleitmaterialien in der eigenen Arbeit ein.

Weitere Infos:
>> Kampagen-Webseite "Make Fruit Fair!"
>> Mitmach-Tipps


FIAN: Kunstwettbewerb "Ende der Straflosigkeit: Hunger vor Gericht"

Die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung FIAN lädt Künstler/innen, Kulturschaffende und Kreative dazu ein, einen Beitrag zum Thema "Ende der Straflosigkeit: Hunger vor Gericht" zu gestalten. Straflosigkeit ist ein Ergebnis versäumter Verpflichtungen von Staaten, Menschenrechte zu schützen und zu gewährleisten und jene zur Rechenschaft zu ziehen, die diese Rechte verletzen. Verletzungen des Menschenrechts auf Nahrung und die weltweit anhaltende Existenz von Hunger sind daher zentrale Aspekte der Straflosigkeit. Um dieses Thema geht es beim FIAN Art Contest 2012, einem europaweiten Kunstwettbewerb. Eingesendet werden können Ideen zum Thema Straflosigkeit - ob als Kurzfilm, Foto-Kollektion, Zeichnung, Graffiti, o.ä. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die eingegangenen Beiträge werden zum einen durch ein Online-Voting ausgewählt und zum anderen von einer FIAN-Jury bewertet und prämiert. Herausragende Werke werden ausgestellt, und die drei besten Einsendungen erhalten einen Preis. Die Beitrage sind zusammen mit einer inhaltlichen Kurzfassung in Englisch bis spätestens 10. Februar 2012 an stop-impunity[at]fian.org einzusenden.

Weitere Infos:
>> Wettbwerb-Kurzbeschreibung auf der Webseite von FIAN
>> Nähere Wettbewerbsinfos und Hintergründe (engl.)
>> Wettbewerbsbeiträge


Germanwatch: Posterwettbewerb zu Klimagerechtigkeit

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch ruft zu einem Posterwettbewerb auf und vergibt Preise für die originellsten und aussagekräftigsten Ideen zum Thema Klimagerechtigkeit. Die besten drei Einsendungen erhalten ein Preisgeld von insgesamt 1.800 Euro. Die Gewinnerposter werden gedruckt und im Rahmen der Arbeit von Germanwatch für den Klimaschutz verwendet.
Der Wettbewerb bietet eine gute Gelegenheit, ein wichtiges (umwelt)politisches Thema zu bearbeiten und damit eine Verbindung zwischen gesellschaftsrelevanten Zukunftsfragen und künstlerischer Arbeit zu schaffen. Zusätzlich bietet sich durch die Teilnahme die Chance, ein Preisgeld sowie den Druck und die Verbreitung der eigenen Arbeit zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2012.

Weitere Infos:
>> Posterwettbewerb auf der Webseite von Germanwatch
>> Anmeldeformular (PDF)


Sozialforumsbewegung: 7. Hessisches Sozialforum, Frankfurt/M. (25.2.)

Am Samstag, dem 25. Februar 2012 findet von 10-17 Uhr das diesjährige Hessische Sozialforum in den Räumen des Dominikanerklosters in Frankfurt statt. Unter dem Motto "Den ökologischen Umbau sozial gestalten" wird nach Vorträgen und in Workshops diskutiert, ein Markt der Möglichkeiten fördert die glokale Vernetzung und auch für ein kulturelles Rahmenprogramm ist gesorgt.

Weitere Infos:
>> Webseite des Sozialforums mit dem Programm
>> Sozialforum -Flyer (PDF)
>> Sozialforum -Plakat (PDF)


agl: Tagung zu Strategien in der öffentlichen Beschaffung, Kassel (2.3.)

Die Fachtagung "Strategie zur Einführung von Sozial- und Umweltstandards in der öffentlichen Beschaffung" findet am 2. März 2012 in Kassel statt. Sie bietet ein Forum zum Austausch und zur Fortbildung für Mitarbeiter/innen von NRO, die sich für Sozial- und Umweltstandards in der Beschaffung von Ländern, Kommunen und Kirchengemeinden einsetzen.
Anmeldungen bei: angelika.stuelb-vormbrock[at]agl-einewelt.de

Weitere Infos:
>> Tagungsprogramm (PDF)


*SÖ: Forum Solidarische Ökonomie, Kassel (2.3.-4.3.)

Vom 2.-4. März veranstaltet die Initiative für ein Netzwerk Solidarische Ökonomie (*SÖ) an der Uni Kassel das bundesweite "Forum Solidarische Ökonomie - Kultur der Kooperation": Das Forum möchte verschiedene Formen Solidarischer Ökonomie inkl. solidarischem Konsum sichtbar machen und ausweiten. Darüber hinaus dient das Forum als öffentlicher Auftakt zur Bildung eines Netzwerks Solidarische Ökonomie ähnlich der Zusammenschlüsse, die in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern entstanden sind als Teil von "RIPESS" und der Weltsozialforenbewegung. Es gilt, verschiedene Praxen alternativen Wirtschaftens zusammenzubringen, wie z.B. fairen Handel, gemeinschaftliches Wohnen, Mitgliederläden/ Erzeuger/innen-Verbraucher/innen-Gemeinschaften/ Food Coops/ Solidarische Landwirtschaft, Kollektivbetriebe und progressive Genossenschaften, Tauschringe und Regiogeld, Initiativen für freies Wissen, Energiegenossenschaften, selbstverwaltete Umwelt- und Kulturzentren, Nachbarschaftsgärten etc. Neben ca. vierzig Workshops und zwei teilw. international besetzten Podien bildet ein großer Open Space am Samstag das Zentrum des ForumSÖ. Kontakt: netzwerk[at]solidarische-oekonomie.de .

Weitere Infos:
>> Forum 2012 in Kassel
>> Forum -Flyer
>> Anmeldung zum Forum
>> Webseite der *SÖ

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Terminkalender

Entwicklungspolitische Veranstaltungen in Hessen finden sich in unserem Terminkalender. Das bietet auch den Vorteil einer laufenden Aktualisierung. Für Fans des alten Formats findet sich aber hier auch ein PDF-Dokument mit den Terminen bis zum nächsten Newsletter.

>> EPN Hessen-Terminkalender
>> Termine 31.01.2012 - 29.02.2012 (PDF)

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