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Dezember 2009
Fair gehandelter Kaffee im Hessischen Ministerium der Finanzen
Seit Dezember 2009 wird in der Kantine des Hessischen Ministeriums der Finanzen (HMdF) nur noch fair gehandelter Kaffee angeboten. Mit der Umstellung auf Produkte mit dem Transfair-Siegel möchte das HMdF einen Beitrag leisten, den Kleinbauernorganisationen in Entwicklungsländern eine menschenwürdige Existenz und eine Verringerung der Armut zu ermöglichen.
Das HMdF ist (mit) federführend für die Projektgruppe "Hessen: Vorreiter für eine nachhaltige und faire Beschaffung" im Rahmen der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie, an der sich auch das EPN Hessen beteiligt. Mit diesem ersten, symbolischen Schritt gibt das HMdF ein Beispiel für unkomplizierte Wege hin zu einer Veränderung der Konsummuster der öffentlichen Hand. Dass es aber noch ein weiter Weg hin zu der geplanten Vorreiterrolle ist, wurde in einer kürzlich erfolgten Expertenanhörung deutlich.
Der Aufholbedarf Hessens ist groß, handelt es sich doch z.B. um eines der wenigen Bundesländer, das noch keinen Beschluss zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit vorgelegt hat. Um Vorreiter zu werden, soweit herrscht Einigkeit unter den Experten, muss Hessen deutlich weiter gehen: hin zu einer umfassenden Reform des Beschaffungswesen unter Beachtung aller ILO-Kernarbeitsnormen.
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