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EntwicklungsPolitisches Netzwerk Hessen.

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Workshopangebote: Kongress Globales Lernen, Kassel


(Stand: 10.09.09)

1) Workshop "8geben auf die Eine Welt"

Die Millennium-Entwicklungsziele im Unterricht

Die acht, im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen unterzeichneten Millenniums-Entwicklungsziele eignen sich hervorragend, um aktuelle Bezüge mit den vorgegebenen Inhalten der Lehrpläne zu verknüpfen.
Wir wollen Lehrer unterstützen, die Entwicklungsziele am Beispiel der Philippinen im Unterricht zu behandeln; einem Entwicklungsland, in dem über 70 % der Bevölkerung weniger als 2 US-Dollar am Tag zum Leben haben.
Dazu eignen sich sowohl verschiedene Fächer, als auch unterschiedliche Themen, denn die Philippinen als englischsprachiges, vorwiegend katholisches Land, mit einer spanischen Kolonialgeschichte, bieten vielfältige Ansatzpunkte.
In dem Workshop geht es einerseits darum, aktuelle Informationen zu erhalten, den Blick auf ungenutzte Möglichkeiten zu schärfen, den Austausch zwischen Schulen unterschiedlicher Bildungsgänge zu fördern und andererseits bereits erfolgreich durchgeführte Unterrichtprojekte kennen zu lernen. Interaktive Lernstationen werden vorgestellt; neue Ideen werden gemeinsam entwickelt. Allen TeilnehmerInnen werden die Unterrichtsunterlagen im Anschluss kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zielgruppe: LehrerInnen der Sek I und der beruflichen Schulen / alle Fachrichtungen

Verantwortlich: Karl-Kübel-Stiftung



2) Schulpartnerschaften: Nord-Süd-Dialog gestalten

Was sind Voraussetzungen einer erfolgreichen Partnerschaft?

Was motiviert uns und unsere SchülerInnen eine Partnerschaft mit einer Schule im Süden einzugehen? Was sind die Früchte der Partnerschaft? Und vor allem: Wie kann der Dialog mit der Partnerschule interessant, sinnvoll und mit Spaß geführt werden? Diese Fragen sollen im Workshop gemeinsam erarbeitet werden. Kurz: Es geht um die Ziele, die Rahmenbedingungen und die Inhalte einer Schulpartnerschaft.

Zielgruppe: LehrerInnen aller Schulformen und Fächer.
Verantwortlich: Karl Kübel Stiftung und PROBONO Schulpartnerschaften für eine Welt e.V.

3) Nachhaltigkeit in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte

In dem Workshop werden zwei Modellprojekte vorgestellt, mit denen ein Beitrag zur Verankerung der Nachhaltigkeit in Lehramtsstudiengängen bzw. in die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften geleistet werden soll: Der "Nachhaltige Stadtrundgang Kassel", ein Projektseminar des Fachgebiets Politikdidaktik der Universität Kassel, und die Multiplikatorenausbildung "Bildung für nachhaltige Entwicklung an Ganztagsschulen" der Freien Universität Berlin. Ausgehend von diesen Modellprojekten sollen in dem Workshop ein Austausch zur nachhaltigkeitsbezogenen Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften angeregt und Projektideen sondiert werden.

Verantwortlich: Institut für Didaktik der politischen Bildung, Universität Kassel

4) Bildung für nachhaltige Entwicklung mit der Erd-Charta

Mit welchen Werten begegnen wir den Herausforderungen der Klima-, Ernährungs- und Finanzkrisen? Wie können Wertfragen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit einbezogen werden? Die Erd-Charta ist eine internationale Erklärung grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung, die in einem mehr als zehnjährigen interkulturellen und interreligiösen Prozess von zahlreichen Organisationen und Persönlichkeiten entwickelt wurde. Sie stellt einen ganzheitlichen Bildungsansatz für Globales Lernen bereit, fördert das
Verständnis von den globalen Zusammenhängen und die Umsetzung unserer Visionen für einen nachhaltigen Lebensstil.

Zielgruppe: Besonders interessant für die Bereiche Politik, Gesellschaft, Erdkunde, Ethik und Religion ab 10. Jahrgang. Grundsätzlich für verschiedene Fächer und Klassenstufen in der schulischen und außerschulischen Bildung offen.
Verantwortlich: Ökum. Initiative Eine Welt

5) Globales Lernen im Schulprofil

Beschreibung folgt in Kürze

6) G(arten)vielfalt- Landleben in Äthiopien

Mit Hilfe des Themas G(arten)vielfalt- Landleben in Äthiopien werden Methoden des Globalen Lernens vorgestellt und erprobt.
Was ist das Besondere an einer äthiopischen Kaffeezeremonie, wie sieht eigentlich der Alltag eines amharischen Kindes aus? Welche Nutzpflanzen bauen die äthiopischen Kleinbauern an und was haben diese mit Biodiversität und mit uns in Deutschland zu tun?
Wir präsentierern ein Koffer voll mit Gegenständen des äthiopischen Lebens, Fotos, Literatur, Musik, Düften, Unterrichtsmaterialien und Hintergrundinformationen. Dies soll Ihnen die äthiopische Kultur, insbesondere die der Amharen, näher bringen, soll zum Staunen anregen und zum Nachdenken, soll den Bezug zu unserem Alltag herstellen und letztlich zum Respekt und Verständnis uns fremder Völker beitragen.

Verantwortlich: "Bildung trifft Entwicklung" - IFAK

7) Klima- und Energiegerechtigkeit

Der Klimawandel ist weitgehend vom Menschen verursacht. Das hat auch der 4. Sachstandbericht des IPCC, dem wissenschaftlichen Beirat des Klimarahmenabkommens, 2007 festgestellt. Klimawandel ist also nicht ein Umweltproblem, sondern basiert auf der ungleichen Verteilung und Nutzung vor allem von Energieressourcen. Energie ist gleichzeitig eine wichtige Voraussetzung für Entwicklung. Klimawandel und die Überwindung von Armut hängen also eng miteinander zusammen. Dementsprechend müssen auch die Lösungsansätze die sozialen Aspekte einbeziehen und dürfen nicht nur aus technokratischer Sicht angegangen werden.

Das Konzept der Klima- und Energiegerechtigkeit stellt die Frage, inwieweit der Zugang zu Energie und ihre Nutzung weltweit gerecht verteilt sind. Aber auch die Frage nach den Auswirkungen von Energienutzung für Mensch, Natur und Klima ist entscheidend.

Wer hat Zugang zu Energieressourcen und -dienstleistungen?
Die als Lösung diskutierten Ansätze helfen im Kontext der Nord-Süd Betrachtung nicht unbedingt die Ungleichheiten und Gründe für Armut zu überwinden. Zum Teil tragen sie noch zur Verschärfung der Ungleichheit bei, wie das Beispiel der Agrotreibstoffe zeigt. Ist es ethisch vertretbar Nahrungsmittel zur Energiegewinnung einzusetzen, während Menschen in vielen Regionen hungern? Wie kann eine nachhaltige Entwicklung angesichts des Klimawandels gestaltet werden?

Das EU-Projekt "EnergyBridges - nachhaltige Energien zur Armutsreduzierung" bietet Hintergrundinformation und praktische Beispiele zur Unterrichtsgestaltung. Das Klima-Bündnis stellt interessierten MultiplikatorInnen Informationen und Materialien zu diesem Themenkomplex zur Verfügung, die im Unterricht bzw. Weiterbildung eingesetzt werden können.

Zielgruppe: Sekundarstufe I und II / alle Schultypen

Verantwortlich: Klimabündnis e.V.