Schnell-Navigation.



EntwicklungsPolitisches Netzwerk Hessen.

Stimmungsbild Kopfgrafik



Ernährungssouveränität und gerechter Welthandel



Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen e.V.
lädt herzlich ein zur öffentlichen Podiumsdiskussion:

Gerechter Welthandel und die Zuckerrübe.
EU-Zuckermarktordnung und bäuerliche Landwirtschaft in Nord und Süd


Wann: Do, 07.09.06, 19.30 Uhr

Wo: Darmstadt, Hessisches Staatsarchiv (Stadtzentrum)

Podiumsteilnehmer/innen

Ludwig Eidmann, Landwirt und Vorsitzender des >> Verbands Hessisch-Nassauischer Zuckerrübenanbauer beschreibt die Situation der hessischen Zuckerproduktion und die Auswirkungen der EU Zuckermarktordnung auf die Landwirte

Luis Henrique Sievers ist Bildungsreferent bei der >> Ökumenischen Werkstatt der Ev. Kirche Kurhessen Waldeck und Pfarrer aus Brasilien. Er beschreibt die Situation von Kleinbäuer/innen aus Zuckerrohr anbauenden Ländern, die mörderischen Arbeitsbedingungen und den ungerechten Welthandel, Er kritisiert die Großindustrielle Zuckerwirtschaft und die EU-Zuckermarktordnung.

Sybille Jahn, Soziologin und Dozentin an der >> Arbeitsstelle für Entwicklungspolitik der TU-Darmstadt wird die Podiumsdiskussion moderieren.

Bernd Voß, Mitglied des >> Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA) und Vorstandsmitglied der >> Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft e.V. informiert über die Hintergründe der EU-Agrarpolitik (GAP) und die Reform der Zuckermarktordnung (ZMO). Welche Interessensgruppen sind mit im Spiel? Welche Ziele verfolgt die EU mit der neuen ZMO?

Ulrich Zick ist Landwirt und Landesvorsitzender der >> Hessischen Landjugend e.V.. Er berichtet von der Bedeutung, die kleinbäuerliche Landwirtschaft für die Stärkung des ländlichen Raums auf gesellschaftlicher, kultureller, ökonomischer und ökologischer Ebene hat und beschreibt den Gegensatz zu großindustrieller Produktion und Verwertung.

Zuckersüß?

Das hessische Ried ist - wie die Wetterau - bekannt für seine Zuckerrübenproduktion. Doch wenig wissen wir über die Umstände, wie der Zucker vermarktet wird, welche Subventionen es gibt und wie die Einkommensmöglichkeiten einer kleinbäuerlichen Produktion sind. Oder beherrscht bereits die großindustrielle Zuckerwirtschaft die Produktion und den Markt? Was besagt die Zuckermarktordnung der EU, die jüngst reformiert wurde?

Obwohl die Zuckererzeugung aus Zuckerrüben in der EU rund doppelt so teuer ist wie die aus Zuckerrohr in Ländern des Südens, ist die EU zweitgröβter Zuckerexporteur auf dem Weltmarkt. Der Grund ist die EU-Zuckermarktordnung (ZMO), die Produktion und Export von Zucker massiv subventioniert. Der Zuckerexport aus der EU, so die Kritik, ist "Dumping" und eine Ursache für Hunger und Armut in den Ländern des Südens.

Die Podiumsdiskussion analysiert die Reform der ZMO in ihren Auswirkungen auf die Kleinbauern in Deutschland und in den Ländern des Südens und sucht nach Möglichkeiten eines Interessenausgleichs.

Die Podiumsdiskussion

Wir wollen die entwicklungspolitischen und die ökologisch-sozialen Auswirkungen der Reform der ZMO aus verschiedenen Perspektiven kritisch einordnen.


Wie kann ein Interessensausgleich aussehen, der sowohl den Landwirt/innen der Entwicklungländer als auch den heimischen Bauern und Bäuerinnen gerecht wird und die Fortführung einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft als wichtige Grundlage für die Sicherung von Ernährungssouveränität und der Erhaltung des ländlichen Raums ermöglicht?


Die eingeladenen Referenten beleuchten diese im Mittelpunkt der Diskussion stehende Frage aus verschiedenen Blickpunkten:

Was sind die Meinungen der Landwirte in Deutschland?
Was ist die Perspektive der Menschen im Süden?
Welche Zielsetzung verfolgen Politik und WTO?
Was ist der Unterschied zwischen kleinbäuerlicher oder großindustrieller landwirtschaftlicher Produktion?

Linksammlung zum Thema Zucker

Eine umfassende Linksammlung erhalten Sie >> hier.