Druckansicht

Tipps für den Einsatz von Social Media

Über soziale Medien, wie Facebook, Twitter oder Google+ treten Sie in direkten Austausch mit UnterstützerInnen.

Immer mehr Menschen nutzen Soziale Medien, um sich zu unterhalten und sich zu informieren. Vorteil und Herausforderung liegen für Vereine darin, dass Facebook-Fans, Twitter-Follower oder Youtube-Abonnenten Beiträge oder Aktionen Ihres Vereins den eigenen FreundInnen „weitersagen“ können. Im besten Fall erreichen Sie über Ihre Fans in Sozialen Netzwerken schnell vielmehr Menschen, als Sie es über die eigene Webseiten oder den Email-Verteiler je könnten.

Bevor Sie sich für eine Präsenz bei einem sozialen Netzwerk entscheiden, sollten Sie sich dennoch wieder die Fragen stellen: Wen und was wollen Sie erreichen und wie viel Ressourcen haben Sie dafür?

Basic-Überlegungen zum Einstieg:

  • Wenn Ihre Zielgruppe vor allem die über 65-Jährigen sind, ist eine gute Webseite völlig ausreichend. Richten Sie sich hauptsächlich an Jugendliche, dann führt kein Weg mehr an Sozialen Medien vorbei.
  • Kommunikation in sozialen Netzwerken ist ein bisschen speziell, aber lernbar. Wenn sich die Verantwortlichen auf das Kommunikationsverhalten einlassen, macht es richtig Spaß – nicht nur jungen Menschen!
  • Ein Netzwerk kommt auch in den sozialen Netzwerken nicht von allein. Es muss aktiv aufgebaut und gepflegt werden. Schätzen Sie realistisch ein, ob Sie Ihre Social Media-Präsenz ausreichend betreuen können!
  • Fangen Sie nicht gleich an, auf allen Hochzeiten zu tanzen! Überlegen Sie sich für den Anfang, über welches Netzwerk Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen und finden Sie in der Praxis heraus, wie Kommunikation dort funktioniert.

Achtung Datenschutz! Was Datenschutz-Bedenken betrifft, sind kommerzielle Social Media-Plattformen, wie Facebook, Google+ oder Youtube, generell nicht zu empfehlen. Alle sammeln so viele Nutzer-Daten wie möglich, um WerbekundInnen zu ermöglichen, Werbung zu schalten, die exakt auf Zielgruppen zugeschnitten ist. Eine echte Alternative ist in dieser Hinsicht nur das werbefreie Netzwerk Diaspora, das aber bislang nur von wenigen Menschen genutzt wird.


Facebook und Google+

Facebook und Google+ sind die „Allrounder“ der sozialen Netzwerke. Hier teilen immer mehr Menschen persönliche Informationen von Urlaubsfotos bis zu Fernsehtipps, informieren sich und diskutieren. In Deutschland ist Facebook bislang viel stärker verbreitet als Google+. Es liegt deshalb nahe, mit Facebook in die Social Media-Welt einzusteigen.


Twitter

Twitter wird stärker zum Informationsaustausch, für Hinweise auf interessante Links und für Diskussionen genutzt. Jeder Beitrag („Tweet“) muss sich dabei auf die berühmten 140 Zeichen reduzieren, Bilder und Videos können inzwischen auch eingebunden werden. Über den sogenannten „Hashtag“ #, der vor ein Wort gesetzt wird (z.B. #Aufschrei), diskutieren hier Menschen, die sich nicht kennen, über gemeinsame Themen.


Youtube, Pinterest und Instagramm

Auf Youtube können Sie Kampagnenbotschaften in bewegte Bilder packen, die Videos unkompliziert online stellen und über die Kommentare in Austausch mit UnterstützerInnen treten. Eine lebendige Präsenz bei Youtube aufzubauen, empfiehlt sich aber nur, wenn Sie erstens tiefer in das Thema Video einsteigen wollen oder zweitens vor allem Jugendliche ansprechen möchten.


Quellen, Links und Literatur für die eigene Webseite

Die hier aufgeführten Tipps beruhen unter anderem auf dem NGO-Leifaden: Internet für NGOs. Hier finden sich noch einige weitere nützliche Tipps und Hinweise zum Einsatz von Social Medien.

Zum Weiterlesen und Vertiefen empfehlen wir außerdem:

Druckansicht  Druckansicht