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Freiwilligenprogramme

Die hier vorgestellten Programme finanzieren Einsatzstellen für Freiwillige weltweit. Entsendeorganisationen können über diese Programme Förderung für ihre eigenen Projektstellen beantragen. Um von den Programmen anerkannt zu werden, müssen die Entsendeorganisationen und die Einsatzstellen klar definierte Richtlinien einhalten.

  • Der Andere Dienst im Ausland (ADiA): Der Andere Dienst im Ausland (ADiA) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet jungen Menschen die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst im Ausland zu leisten. Im Mittelpunkt der Projekte steht die sozialpraktische (soziale Verantwortungen und konkretes Handeln) Komponente. Der ADiA dauert üblicherweise 12 Monate. Interessierte müssen hierfür ihre Schulpflicht erfüllt haben.
  • Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm (ENSA): ENSA fördert den Schulaustausch zwischen Deutschland und Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. ENSA bietet einen finanziellen Zuschuss für Flugkosten und Aufenthalt und begleitet die Schulgruppen durch Vor- und Nachbereitung. Träger ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
  • Europäischer Freiwilligendienst (EFD): Der EFD ist ein Förderprogram der europäischen Kommission. Der EFD richtet sich an alle Jugendlichen zwischen 17 und 30 Jahren. Für die Jugendlichen ist der EFD kostenlos (nur ein Zuschuss zu den Reisekosten kann erhoben werden). Priorisierte Freiwillige für Kurzzeitdienste sind junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf (z.B. Menschen mit körperlichen und/oder Lernbehinderungen oder Menschen, die aus sozialen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen benachteiligt sind).
  • Der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD): Der IJFD ist der neue Auslandsfreiwilligendienst des Bundesfamilienministeriums, der die Möglichkeiten bietet, sich im Ausland zu engagieren. In der Regel findet der Einsatz im sozialen oder ökologischen Bereich sowie in der Friedens- und Versöhnungsarbeit statt. Anders als der ADiA unterliegt er klaren Richtlinien in Bezug auf vorbereitende, begleitende und nachbereitende Seminartage usw.
  • weltwärts: weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Programm unterstützt den Einsatz von Freiwilligen in Ländern des Globalen Südens im entwicklungspolitischen Kontext. Schwerpunkte sind unter anderem Bildung, Ernährungssicherung, Friedenssicherung, Gesundheit, Menschenrechte und Migration. Mit weltwärts können junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren für 6 bis 24 Monate einen Freiwilligendienst in Ländern des Südens leisten.
  • Süd-Nord Programm von weltwärts: Darüber hinaus bieten verschiedene Organisationen auch Reverse Programme an. In diesen Programmen kommen junge Menschen aus dem Globalen Süden nach Deutschland um hier einen Freiwilligendienst zu leisten. Besonders interessant für Organisationen, die gerne einen internationalen Freiwilligen aufnehmen würden, ist hier das Süd-Nord Programm von weltwärts, da dieses finanziell vom Bund unterstützt wird.
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